Comp (Ausgleichs-„Geld“) statt (Kapital-) Geld

(von Yvonne, Biologin und Schulbuch-Illustratorin)

Ohne das heutige „Geld“ würden heutzutage nur noch wenige Menschen arbeiten gehen. Aber mit zu wenigen Menschen, die arbeiten, können nicht alle Menschen versorgt werden. Daher stellt sich die Frage: wie sollen Menschen dazu motiviert werden, zu arbeiten, wenn es kein Geld gibt, das sie dafür belohnt? Ganz einfach: sie erhalten eine andere Art von „Geld“ – Comp genannt. „Geld“ beruht auf materieller Eigentumsmacht, „Comp“ auf Leistung und Leid, Anreiz und Abreiz. Mit Comp als Leistungsausgleich können die Menschen sich zusätzlichen Komfort ermöglichen und/oder Leid durch Komfort kompensieren, „Preise“ dienen nur dem Abreiz und dem (ggf. anteiligen) Leistungs-Ausgleich beim Mensch-zu-Mensch-Handel.

Laut wissenschaftlicher Untersuchungen würde es ausreichen, dass etwa ⅓-⅔ (abhängig vom jeweiligen ökologischen Kontext) der erwachsenen und arbeitsfähigen Bevölkerung arbeiten müssen, um den Rest der Bevölkerung gut zu versorgen.

Die Vorteile des Comps liegen auf der Hand: Es ist an die persönlichen Leistungen des Einzelnen geknüpft, kann also nicht in unbegrenzter Menge angehäuft werden.

Bild: freepik (jcomp)

Unser heutiges Geld wird in großem Umfang gedruckt, ohne dass jemand dafür eine Leistung erbringen muss, es wird erpresserisch darauf spekuliert, dass es im Lauf der Zeit im Gegenzug durch Sachwerte wie weiteres Geld gedeckt wird, sich bezahlt macht. Aktuell haben etwa 1-2 % der Menschen weltweit unfassbar viel Geld und beherrschen damit die Märkte. Sie können dieses Geld nutzen, um Macht auszuüben, Preise willkürlich festzulegen (um so niedriger, je mehr unausgeglichene Leistung und Leid darin stecken) und skrupellos Geschäfte zu machen, worunter viele Menschen und natürlich auch die Umwelt immens leiden. Preise werden um so höher, je knapper die Ware ist, je mehr sie gebraucht wird. Und Preise werden um so niedriger, je mehr unausgeglichenes Leid in der Ware steckt.
Das Comp würde dem also komplett entgegenwirken, und alles wird naturgesetzbasiert nach den darin enthaltenen Leistung und Leid und/oder nach wissenschaftlichen Kriterien auf Anreiz/Abreiz hin bepreist.
Anbieter-Comp und Empfänger-Comp sind entkoppelt – relevante Beispiele sind „Second-Hand-Kleidung“ und „klimaschädliche Produktion“ – im ersten Fall bekommen Anbieter und Empfänger Boni, im zweiten Fall beide Mali.

Das alte Geld

  • basiert auf materiellem Eigentum
    an Land, Ressourcen, Lebewesen, menschlichen Arbeits-Gemeinschaften und deren Arbeits-Mitteln
  • speichert abstrahierend (materielles) Kapital
  • bildet physikalisch Masse/Materie ab
  • ist unabhängig von persönlichem Leistungsleid
  • bepreist Waren (Ressourcen + Produkte) und (Dienst-)Leistungen willkürlich

Das real existierende Geld ist das, womit das Reptil in uns unbegrenztes Fressen, Wachstum, Machtgewinnung substituiert (mit gleicher Funktion ersetzt), fresssubstituierend Fremdausbeutung,  wachstumssubstituierend voller werdende Taschen und physische Mächtigkeit substituierend Geldmachtausübung.

Das Feindbild „bedrohliche Fauna“ fällt heute weg – das wird an der eigenen Art substituiert.

Das Eigentums-, Ausbeutungs-, Profit- und Wachstums-Paradigma und ihr Geldsystem sind unmittelbar reptilienhirngesteuert (s.o.).
Das alte Geld ist DAS Mittel für die Ausbeutung.
Das unbegrenzte Geldwachstum mit Wertschöpfung aus dem Nichts heißt Zins und Zinseszins.
Neues „Geld“ entsteht vor allem aus Krediten, aus „Schuld“, hat ein Erpressungs- und Unterwerfungspotenzial schon eingebaut.

Geld wurde vor langer Zeit in dieser Art und Weise und Funktion von den Fuggern erfunden. Die Fugger waren hochgradig psycho­pathische Profitreptilien (vom Reptilienhirn und seiner Endokrinologie dominiert) mit allem, was dazugehört, wie z.B. Bilanzen. Das war der Beginn der geldkapitalistischen Ausbeutung der eigenen Art [zusätzlich zu der durch die Adligen – die später wegfielen, weil sie zu offensichtlich-direkt abschöpften (Steuern für Schlösser) und dann auch direkt belangbar waren].

Klar ist: Eine Revolution WIRD kommen, Naturgesetz der Evolution – der Ausbruch steht eh kurz bevor. Es liegt bei uns, sie selbst als Transformation zu gestalten, rechtzeitig und friedlich.

Comp = compensation potential (ersetzt das (alte) „Geld“)

  • basiert auf (energetischem) Leistungs-, Spannungs- und Leid-Ausgleich
  • speichert abstrahierend Leistung/Leid/Mühe → Ausgleichspotenzial
  • bildet physikalisch Energie/Leistung/Spannung ab
  • ist unabhängig von materiellen „Werten“
  • bepreist Waren nach Leistungsleidgehalt und („Dienst-„) Leistungen jeweils nach persönlichem Leistungsleid, wissenschaftsbasiert, Rohstoffe haben keinen Preis, sozial-relative Leistungen werden demokratisch „sortiert“ (Stichwort „Berufsbilder“ und „Anreizfaktor bei spezifischem Arbeitskräftemangel“)
  • ist nicht transferierbar, nur personenbezogen – Einnahmen und Ausgaben können im Betrag verschieden sein und laufen immer unabhängig von der Bezugsperson oder Bezugs(arbeits)gemeinschaft über die Gemeinschaft.

Comp spielt in der Ethikratie keine Rolle als „Kapital“. Es ist auch selbst keine Ware mit wechselndem Wert. Es wird ausschließlich als „Leistungs-/Leid-Ausgleichs-Medium in der arbeitsteiligen Massengesellschaft“ genutzt. Dabei ist „Leistung“ (als physikalischer, nicht sozialrelativ-darwinistischer Begriff) synonym zum buddhistischen „Leid“,  „Harm“ und zur „Arbeit“(sleistung).  Alles Geschehende lässt sich in „Leid“ und dessen Ausgleich bemessen. Im Buddhismus (und in der Physik) geht es darum, dass Glück (Stabilität/Neutralität) definiert ist als Abwesenheit von Leid (Leistung, Spannung), und wo Leid auftritt, wird nach Ausgleich gestrebt.

Einnehmer und Ausgeber sind vollkommen entkoppelt, das Comp ist nicht transferierbar, kein „Ding“, sondern ein Medium – dafür, dass der eine ein höheres Leidausgleichspotenzial (z.B. erhöhten Komfort für mehr Arbeit) bekommt, muss niemand sonst irgendwelche Einbußen hinnehmen, Comp hat kein Machtpotenzial und „Geschäfte“ können damit nicht gemacht werden; es entsteht nach Maßgabe der Curative+Scientive ganz nach Bedarf und verschwindet ebenso wieder. Wenn der Ausgeber („Käufer“/“Kunde“) irgendwas „kauft“ (Ware oder [„Dienst-„] Leistung), dann verschwindet der (An-/Abreiz-) Betrag von seinem Leidausgleichspotenzial-/Comp-Konto. Und beim Einnehmer („Verkäufer“/“Dienstleister“) wird ein (ggf. anderer) Betrag auf seinem Comp-Konto geschaffen, der SEINEM Leistungsleid entspricht.

Die Wohlversorgungs-Ökonomie

Die Ökonomie der Ethikratie ist die „Wohlversorgungs-Ökonomie“. Sie ist der primäre soziologische Schlüssel, auch und vor allem für die soziopsychologische Dimension der Akzeptanz.

Sie ist das, wovon das „gemeine Volk“, die Nicht-Saturierten/Nicht-Gesicherten aller Völker schon immer geträumt, aber nie zu denken gewagt haben. Sogar die AfD & Co-ler werden viel friedlicher werden. Sie werden keine Angst mehr haben müssen davor, abgehängt zu werden oder ihr Überleben, ihre Existenz bedroht zu sehen.

Wir müssen uns davon befreien, ständig unsere Existenz und unsere menschenwürdige Grundlebensqualität bedroht zu sehen, um auch den langfristigen Schutz­be­darf unserer Nachkommenschaft wieder wahrnehmen und die Kraft zu seiner Erfüllung finden zu können. Transzendentes (hier Fortpflanzung) ist im Materiellen immer schwächer als unmittelbare Überlebensängste bzw. Sor­gen, bei deren Auftreten sich sofort das Reptil aktiviert und durchsetzt.

Jeder Bürger erhält folgendes „Comp“:

obligatorisch:

  • Wahlfreiheitscomp fix: dient zur freien Wahl von Nahrung
  • Wahlfreiheitscomp variabel: dient zur freien Wahl von Kleidung, Wohn-Einrichtung und Ausrüstung. Kleidung und Wohn-Einrichtung (ist inkl. z.B. Geschirr, Küchengeräte) sind primär rationiert, Comp auf Kurzantrag, Nachschub (wg. Defekten oder Über­alterung) ist frei.
  • Teilhabecomp (fix): für soziale Komfortleistungen, gemeinsamen Konsum etc.

Optional bzw. monatlich angepasst:

  • Leidausgleichscomp: entspricht der eigenen Arbeitsleistung.
  • Leidminderungscomp: entspricht der eigenen Leistung für die Gemeinschaft u/o ihre Mitglieder
  • [ Komfortcomp = Leidausgleichscomp + Leidminderungscomp ]

Folgende Wohlversorgungs-Leistungen der Gemeinschaft sind per se frei und werden von der Wohlversorgungs-Verwaltung (= Copiative) organisiert:

  • Lebensmittel +
    Regionale hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel sind frei [inkl. regionsexterne Nahrungs­mittel, deren notwendige Nährstoffgehalte in den Nahrungsmitteln der Region nicht enthalten sind sowie andere Mangelausgleichsware]. Für alle anderen Lebensmittel wird das darin enthaltene Leid (Tierleid, Klimaleid, Menschenarbeitsleid, Gemeinschaftsleid [z.B. die freien copiativen Nah­rungs­lei­stungen selbst])  bemaßt (laufend weiter optimiert und an-/abreizgesteuert) und der Überhang zur Standard-Nahrung zum Ausgleich formal dem Komfort-Comp zugordnet.
  • Gesundheit
    frei
  • Kleidung +
    wird rationiert, von allen Bekleidungsstücken gibt es Grundversionen, die frei sind.
    Nachschub wg. Überalterung u/o Defekten auf Kurzantrag. „Mode“ fällt unter „Komfort“(-Comp).
  • Wohnraum
    • Wohnung/Haus
      primär frei bis zur durchschnittsrelativen Komfortgrenze. Bewohner für komfortgrenzen­überschreitenden Wohnraum (Betrag schätzen, langfristig optimieren) werden optimiert auf ihr Komfort-Compotenzial hin ausgewählt/vorgeschlagen. Die finalen Komfortzuschläge werden menschenfreundlich vereinbart. Die Wartung von Wohnraum obliegt der Gemeinschaft.
    • Wohnungseinrichtung/Haushalt/Grundlebensführung +
      Sitz- und Schlafmöbel, Tische, Schränke, Basis-Haushaltsgeräte, Basis-Geschirr/-Besteck,
      Sanitäres inkl. Toilettenpapier und Wasch-/Reinigungsmittel, Basis-Leuchtkörper
      Kommunikations- und Bildungsmittel: Mittel: Computer, Telefon, Schreibzeug inkl. Papier, Bücher auf Kurzantrag/Einreichung/Erstattung (evtl. geschätzt bewertet nach Bildungsinhalt)
      Zusätzliche Aufwendungen in diesem Bereich können auf Antrag ggf. erstattet werden, wie im Beispiel „Bücher“.
  • Infrastruktur
    • Wasser
    • Energie +
      Budgetiert, der Wohn-, Arbeits-, Teilhabe- und ggf. Leidminderungspotenz-Situation angepasst und laufend weiter anpassbar. Energieverbrauch darüber hinaus geht empfindlich auf Komfort-Comp (←Minimierungs-Anreiz).
    • Abfallentsorgung
    • Kommunikation
      Geräte budgetiert, Live-Video-Übertragung frei, große Down-/Uploads (z.B. >1 GB/Wo., Streaming) budgetiert,
      alles darüber „sehr teuer“ (Komfort-Comp)[1].
    • Personen- und Güter-Transport +
      Gemeinschafts-Verkehrsmittel frei, persönlich notwendige (Arbeit, Krankheit) frei.
      Basis-Fahrräder frei/budgetiert-erstattet.

(„+“ bedeutet ggf. Komfortcomp-Abzug/Leidausgleichszahlung – Grundversorgung bleibt frei)

Auch „Inflation“ jeglicher Art kann durch Skalierung aller Leidschaffungs- und -minderungs-Werte in ein fixes Intervall verhindert werden. Dass mit jeder (laufend erfolgenden) Angleichung die qualitären Zuwendungen an die Bürger sich um Millicents verschieben werden ist logisch, zum Ausgleich gewünscht und für das Gefühl der Bürger irrelevant. Sogar das Intervall kann noch ethisch optimiert werden.

Generell basiert das ganze System nicht mehr auf (schein-)absoluten Werten, sondern immer und überall auf Relationen.

Und Antikapitalismus muss eben kein „links“/“sozialistisch“/“kommunistisch“ sein, wie Wirtschaft, Politik und die profitierende Establishment-Gesellschaft uns suggerieren wollen, sondern kann auch viel eher schlicht humani­stisch basiert sein.  Unpersönliches Privateigentum ist nun mal unethisch, besonders, wenn damit unerwünschte Macht über andere ausgeübt werden kann. Die angebliche „Demokratie“ darf auch gerne endlich eine echte (u.a. „direkte“) werden.

Bereits durchdacht sind weiterhin:

  • Anreiz-/Abreiz-Steuerung
  • Freier Waren-Handel auf Basis des Comps
  • Freie Leistungs-Erbringung auf Basis des Comps
  • Sparen, Erhaltung des Lebensleistungskomforts im Alter
  • Logische und angemessene Regelungen für z.B. Künstler
  • Einschleichendes Teilhabe-Comp für Kinder
  • Spez. Anreiz-Steuerung für Kreativität (analog „StartUps“)
  • Spez. Anreiz-Steuerung für die Geburtenreduzierung
  • Stabilität der Gesamt-Comp-Summe
  • Arbeits-Gemeinschafts-Strukturen
  • Übergangsregelungen

Details zu diesen Themen sind entweder schon verlinkt oder können im Einzelnen erklärt/besprochen werden.

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