Das Wahlsystem

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Der Ethikrat

Die etwa 600 Menschen mit den höchsten Delegiertheits-Werten kommen automatisch ins Parlament, den Ethikrat. Der Ethikrat hat keine legislative Funktion, kann also selbst keine Gesetze beschließen. Die Dritte Säule der Ethikratie ist der Ethikrat Er stellt die Nullte Gewalt dar mit folgenden Rechten/Pflichten:

  • Er stimmt intern ab, ob die vom Volk oder der Scientive (=Naturgesetzlegislative) ausgearbeiteten Gesetze sinnvoll sind oder nicht. Einzelne Mitglieder des Ethikrates können ein Veto einlegen, woraufhin der gesamte Ethikrat abstimmt, ob das Veto berechtigt ist oder nicht. Der Ethikrat hat das absolutes Veto-Recht bei allen Festlegungen (Gesetze, Verordnungen, strategische Beschlüsse).
  • Öffentlicher Disput
  • Wahl von fachlichen Führungen/ Verwaltungspersonen, projektorientiert (Gesetze, Verordnungen, Strategien). Der Ethikrat bestimmt die fachlichen Leiter, die die Vorlagen ausarbeiten sollen. Die von den fachlichen Leitern erstellten Vorlagen werden dann im Ethikrat vorgestellt und diskutiert. Weiterhin werden auch die fachlichen Leiter für die Umsetzung der jeweiligen Beschlüsse vom Ethikrat gewählt.
  • Überwachung der ordentlichen Durchführung von Abstimmungen etc.
  • Festlegung der ethischen Maßstäbe und initiale grobe Leidschaffungs-Attributierung von Wahlmöglichkeiten = Testfragen aus psychiatrisch-psychologischen Standard-Tests (das passiert später selbstregulierend/rekursiv), Abstimmungs- und ERF-Ermittlungs-Kontrolle.
    Stimmgewichtungs-(ERF)- und Leidattributierungs-(QF)-Steuerung, alles in Zusammenarbeit mit Scientive und Curative.
  • Plebiszit-Einleitungs- und -Durchführungs-Recht = Legislatives Vorschlags-Recht = Gesetzesvorlage
  • [die Abstimmung selbst erfolgt durch das Volk]

Sachentscheidungen für den sozialen Kontext werden vom Volk durchgeführt, naturwissenschaftliche (Lebensraum-)Fragen von der Scientive gelöst. Diese ist nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Auch hier gibt es eine Unterteilung in einen Ethikrat (= Parlament) sowie die Wissenschaftler selbst (= Volk).

Die Scientive wird von einer großen Gruppe von Wissenschaftlern gebildet, die die Naturgesetze als Maßstab nehmen für all ihre Entscheidungen.

Der Ethikrat hat also keine „bestimmende“ (außer Verwaltungspersonen-Abstimmung), aber eine „verhindernde“ Macht.
Der Ethikrat wird ermittelt mit dem Produkt von (1 + ERFDelegat) und Durchschnitt(1 + ERFDeleganden) … die z.B. 600 mit den höchsten Ergebnissen werden Ethikraten (oder Ethikräte), vorausgesetzt, sie haben einen ERF >= 0.8 (besser >= 0,9) – was im Zusammenhang mit ihren hochgewichtigen Delegiertheits-Werten immer der Fall sein dürfte.
Kinder und Jugendliche werden auch dabeisitzen und können sich und ihre Vorschläge und Maßstäbe einbringen und werden ggf. auch gefragt und/oder können ein Veto beantragen.

Dieselbe Struktur auf allen Verwaltungsebenen (Ort, Kreis, Region, Sprachraum, …), übergeordnete Ethikräte können auf untergeordneten Ebenen mitwirken, können auch auf mehreren Ebenen gewählt sein (eingebettete Vertikal-Struktur, subsidiär).

Eine bestimmende/legislative Macht, die nicht vom Volk direkt ausgeübt wird, hat nur die „Scientive“, die das Diktat der Naturgesetze transportiert. Diese wird allerdings im legislativen Bereich vom Ethikrat mit seinem absoluten Veto-Recht überwacht, der auch ggf. die Leidausgleichsmaß­nah­men fürs Volk vorschlägt. Dies verhindert also eine (u.a. “Öko-“) Diktatur sowie unnötig und/oder untragbar Menschenleidschaffendes.
Scientive-Entscheidungen werden innerhalb der Wissenschaftler-Gemeinde gefällt – Korrektur der Maße dann jederzeit nach Veto und Neuvorschlag durch den Ethikrat.  Innerhalb der Scientive wird der ERF für legislative Abstimmungen durch den themenbedingt jeweils fachlich-persönlichen KF („Kompetenz-Faktor“) ersetzt. Für den Ethikrat der Scientive gilt wieder das Personen-Delegations-Verfahren nach ERF, sein ggf. Veto ist dem ggf. Veto des übergreifenden Ethikrats schon vorgeschaltet.

Die Gemeinschaftsgewalten:

Wichtig: 

  • Es gibt keine Parteien mehr – die Legislative ist das Volk selbst (und partiell die Scientive).
  • Menschen haben keine Macht mehr auf Basis ihrer Klientelgruppe, sondern auf Basis von sich selbst.
    In einer direkten Demokratie werden keine Parteien mehr benötigt, schon gar nicht ihre Absichten-Pakete.

In der Kant’schen Rechtsprechung können auch schon Intentionen verwarnt werden. Wenn jemand sich ständig bemüht, die ethischen Grenzziehungen auszureizen, kann er oder sie verwarnt und ggf. in der Wohlversorgung herabgestuft werden. Wer ständig seinen Mitmenschen Leid schaffen will, wird am unbedrohten Überleben gehalten, erhält aber nur noch ein reduziertes Komfort-/ Teilhabe-Potenzial.

Ein Täter-Opfer-Ausgleich ist obligatorisch.

Vorbeugung: [Beispiel:] Ein Mann, dessen Frau gelegentlich gewalttätig wird, muss die Möglichkeit haben, die Rechtsprechung um eine Verwarnung gegen sie und zukünftige Sicherheits-Kontrolle/Erziehung zu ersuchen. Letzteres ist eine dankbare Aufgabe für die vielen jetzt weitgehend arbeitslosen humani­stischen Psycholog(inn)en. Empathie-Ethik ist trainierbar, ggf. durch Psychotherapie. Stichwort “Zähmung”.

Zähmungsrecht (entspricht dem alten Strafrecht):
Die frühere Geldstrafe ist durch Senkung des Potenzial-Gelds ersetzt, monatlich wieder um einen Teilbetrag der Senkung erhöht.
Therapeutische Zähmung (Pflicht zur Psychotherapie) wird priorisiert, Haft ist möglichst zu vermeiden.

[Der Löwenanteil heutiger Delikte sind Eigentums-/Profitierungs-Delikte, die fallen in der Ethikratie weitgehend weg]

Jede systembruchhaft erzielte Staatsform, die ethischer war als ihre Vorgänger, war anfänglich eine Utopie und wurde als naiv/unmöglich verlacht.
Wir sind exakt auf dem Kipppunkt der größten Naturkrise der Primatengeschichte, in mancher Hinsicht sogar der Erdlebens-Geschichte. Mit solcher Geschwindigkeit hat noch nie ein grundlegender Wandel stattgefunden, selbst beim großen Kometeneinschlag an der KT-Grenze hat’s Tausende von Jahren gedauert, bis das resultierende Artensterben endete. Unser sechstes Artensterben vollzieht sich innerhalb einer oder weniger Generationen.
Es gibt also kein Vorbild für die gegenwär­tige Krise in der Physik der Erdgeschichte in Verbindung mit der Lebewesen-Evolution.
Genauso wenig kann/darf ein dazu passendes System ein Vorbild haben –
von den Naturgesetzlichkeiten und sozial-ethischen Systembestandteilen (Bsp. Matriarchat) abgesehen.

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