Zeitrahmen – die Latenz und warum das bisherige System nicht funktioniert

 

Mit dem bisherigen System ist die Klimarettung nicht machbar – schon gar nicht rechtzeitig.
Wenn wir davon ausgehen, die Sache innerhalb des ggw. Geld-/Wirt­schafts- und Politsystems rechtzeitig stemmen zu wollen, werden wir scheitern. Das wird weltweit milliardenfach namenloses Leid erzeugen, das schon für heutige Generationen in Mitteleuropa in ihrer Lebensmitte furchtbar erkenn- und selbst mehr als nur spürbar, leidvoll wird.

In Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt: Innerhalb des gegenwärtigen oder auf dessen Basis migrativ erzielten Geld-/Wirtschafts- und Polit-Systems ist die Wahrscheinlichkeit des Kippens > 97%, sicher. Bei sofortigem Umschwenken in die naturgesetzdeterminierte Ethikratie liegt sie bei 70 %, wenn der Wechsel in diesem Jahr passiert, bei Systemwechsel in 2021 bei 90 %.

Später als 2021 sieht dies noch kritischer aus. Dies erkennen bereits die großen Rückversicherer.

Bei sofortigem Handeln besteht noch eine kleine, aber realistische Chance, die wir dringend nutzen müssen.


Unternehmen unter Druck zu setzen bringt nichts Nennenswertes – sie werden immer nur das ihnen noch erlaubte Minimum tun, um mindestens ein Jahrzehnt zu spät kommend und wirkend. Und derweil dient das, was sie dann doch tun müssen, als wiederum verschleppender Zweckopti­mis­mus für die Bevölkerung. Priorität in Unternehmen haben immer Bilanz und Vermarktung und nicht Klimaschutz und ethische Werte.

Die Latenz: Das ist die Zeit, die etwas braucht, um zu wirken, hier auf die schon in der Atmosphäre befindlichen Treibhausgase bezogen, die erst in ca. 10 Jahren annähernd vollständig gewirkt haben werden. Der Umgang mit der Latenz ist pure Verdrängung, betrachtet man die Medien, aber auch die Zeitrahmens-Forderungen von #FFF und den Grünen – überall wird die Erwärmungslatenz ignoriert.

Im gegenwärtigen Weltwirtschafts- und allen existierenden Politik- und Rechts-Systemen ist ein menschengerechtes Planeten- und Menschenwelt-Klima unrettbar verloren. Hier besteht bereits seit ca. 10 Jahren keine realistische Chance mehr.

Noch ein paar Gründe, warum das Alt-System es nicht packen kann:

  • Der Zwang von Politikern und Parteien, möglichst viele Stimmen zu erhalten. Dies schließt jede Lösung aus, die über die Zeit der Wahlperiode hinaus geht oder mit der sich keine Stimmen erzielen lassen. Das Parteienkonzept basiert auf volksentfernender Machtkumulation.
  • Der hegelianische Diskurs und Minimal-Konsens, der immer nur langsam zu Ergebnissen führt, die dann knapp unter dem Durchschnitt liegen. Jetzt sind aber schnelle Maxima gefragt, gegen die Interessen der 50 % Habgierigeren in Gesellschaft und Wirtschaft.
  • Die Latenz der hegelianisch-wirtschaftsbürokratischen Durchsetzung politischer Entscheidungen.
  • Das hegelianische Fehlen von (ethisch basierten) grundsätzlichen Vorbeugungs- und Priorisierungs-Regeln. Das hegelia­ni­sche Rechtssystem kann und will immer erst dann eingreifen, wenn die Katastrophe bereits in vollem Ausmaß da ist.
  • Der „Jugendschutz“ ist zwar ins System integriert, entspricht aber nicht den hegelianischen Normen.
  • Eine Partei schnürt ein „Paket“ aus diversen Intentionen, aus denen wir das kleinere Übel wählen müssen. Keine Partei wird je zu 100 % unseren Vorstellungen entsprechen.
Bild: freepic (master1305)

Das Weltsystem (Wirtschaft und alle Politiksysteme) wurde von höhergradig psychopathischen Menschen strukturiert. Es wird von ihnen dominiert und setzt einen psychopathischen Anreiz. Es belohnt sie selbst auf Kosten Anderer. Zusätzlich ist die demokratiefeindliche (selbst hierarchisch-diktatorische) Wirtschaft in allen Staaten der Welt stärker als die jeweilige Politik, da sie gezielt demokratische Strukturen unterminiert und die Gesell­schaft dominiert. Das, was unser Leben vorrangig bestimmt
– Kraft und Zeit betreffend – ist nicht die Politik, sondern die diktatorisch-antidemokratische Struktur der Wirtschaft.

Der tobende Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Empathie und Psychopathie, zwischen der hellen und der dunklen Seite der Macht findet immer genau an der Reptil-Säugetier-Grenze statt.

Sehr vielen Politikern und wohl den meisten Geschäftsleuten der Führungsetagen wäre die Klimakatastrophe mit Sicherheit ganz recht, auch wenn wir das kaum glauben mögen: Sie ziehen sich dann mit ihrer (Geld-) Macht in glaskuppelüberdachte klimatisierte große Habitate für die alten Profiteure und die Politiker-Kaste zurück. Dort leben sie durch Polizei oder Militär geschützt vor dem Volk, das draußen beginnt, sich die Köpfe für die schwindenden Nahrungsmittelressourcen zu spalten, dem in der Not noch mehr abgepresst werden kann. Schon ab 2030 könnten sich die gesellschaftlichen und politischen Zustände stärkstens dramatisieren, auch hier in Mitteleuropa, die höhergradig psychopathisch-faschistoiden Menschen (Covidioten, Verschwörungsgläubige, Ego-Freiheitler, Reichsbürger, AfD, Neonazis, …) gehen jetzt schon rapide zunehmend auf die Barrikaden, wie 1932.

Bild: freepik (jcomp)

Wir müssen außerdem viel Energie-„value“ in die Erde „zurückstecken“, was die Wirtschaft niemals akzeptieren wird, da sie es als Totalverlust betrachten muss, Versagen jeder „Investition“.
Wie von der Leyen sinngemäß sagte: „Wir können den Klimawandel bewältigen mit viel Innovation und die Wirtschaft kann daran verdienen.“ Von wem sollen diese Gewinne der Wirtschaft kommen? – Ganz logisch, aus weiterer und noch üblerer Ausbeutung der „Konsu­men­ten“. Da „zahlen“ wir alle doppelt, für die Klimarettung und für die Aufrechterhaltung der Firmen und Konzerne. Bilanzen erlauben kein Minus.
Wir müssen endlich damit aufhören, dabei mitzuspielen. Die Auflösung des bisherigen Menschen­welt­systems steht also in jedem Fall unmittelbar bevor, wir sind zum Neuschöp­fen eh gezwungen.  Das bezieht auch die angeblichen „Demokratien“ ein, die sich von Anfang an mit dem Rücken an der Wand vor der Wirtschaft dahinter aufgestellt haben, um ein blendend-beschwich­ti­gen­des Bild abzugeben.

Schauen wir uns die einzelnen Punkte der Ethikratie nachfolgend einmal genauer an: