Ausgleichs-Geld statt Kapital-Geld

(von Yvonne, Biologin und Schulbuch-Illustratorin)

Ohne das heutige Geldsystem würden die Menschen nicht mehr arbeiten gehen. Aber ganz ohne Menschen, die arbeiten, können die Menschen nicht versorgt werden. Daher stellt sich die Frage: wie sollen Menschen dazu motiviert werden, zu arbeiten, wenn es kein Geld gibt, das sie dafür belohnt? Ganz einfach: sie erhalten eine andere Art von Geld – Ausgleichsgeld genannt. Die gegenwärtige Art Geld beruht auf materieller Eigentumsmacht, das Ausgleichsgeld auf Leistung und Leid, Anreiz und Abreiz. Mit diesem Geld als Leistungsausgleich können die Menschen sich zusätzlichen Komfort ermöglichen.

Laut wissenschaftlicher Untersuchungen würde es ausreichen, dass etwa 35-40 % der Bevölkerung arbeiten müssen, um den Rest der Bevölkerung gut zu versorgen.

Die Vorteile des Ausgleichsgeldes liegen auf der Hand: Es ist an die persönlichen Leistungen des Einzelnen geknüpft, kann also nicht in unbegrenzter Menge angehäuft werden.

Bild: freepik (jcomp)

Unser heutiges Geld wird in großem Umfang gedruckt, ohne dass jemand dafür eine Leistung erbringen muss. Aktuell haben etwa 1-2 % der Menschen weltweit unfassbar viel Geld und beherrschen damit die Märkte. Sie können dieses Geld nutzen, um Macht auszuüben, Preise willkürlich festzulegen (je niedriger, desto mehr unausgeglichene Leistung und Leid darin steckt) und skrupellos Geschäfte zu machen, worunter viele Menschen und natürlich auch die Umwelt immens leiden. Preise werden um so höher, je knapper die Ware ist, je mehr sie gebraucht wird. Und Preise werden um so höher, je mehr unausgeglichenes Leid in der Ware steckt.
Das Ausgleichsgeld würde dem also komplett entgegenwirken, und alles wird naturgesetzbasiert nach den darin enthaltenen Leistung und Leid und/oder nach wissenschaftlichen Kriterien auf Anreiz/Abreiz hin bepreist.
Anbieter-Geld und Empfänger-Geld sind entkoppelt – relevante Beispiele sind “Second-Hand-Kleidung” und “klimaschädliche Produktion” – im ersten Fall bekommen Anbieter und Empfänger Boni, im zweiten Fall beide Mali.

Das Altgeld

  • basiert auf materiellem Eigentum
     
    an Land, Ressourcen, Lebewesen, menschlichen Arbeits-Gemeinschaften und deren Arbeits-Mitteln
  • speichert abstrahierend Kapital
  • bildet physikalisch Masse/Materie ab
  • ist unabhängig von persönlicher Leistung
  • bepreist Waren (Ressourcen + Produkte) und (Dienst-)Leistungen willkürlich

Das real existierende Geld ist das, womit das Reptil in uns unbegrenztes Fressen, Wachstum, Machtgewinnung substituiert (mit gleicher Funktion ersetzt), fresssubstituierend Fremdausbeutung,  wachstumssubstituierend voller werdende Taschen und physische Mächtigkeit substituierend Geldmachtausübung.

Das Feindbild „bedrohliche Fauna“ fällt heute weg – das wird an der eigenen Art substituiert.

Das Eigentums-, Ausbeutungs-, Profit- und Wachstums-Paradigma und ihr Geldsystem sind unmittelbar reptilienhirngesteuert (s.o.).
Das alte Geld ist DAS Mittel für die Ausbeutung.
Das unbegrenzte Geldwachstum mit Wertschöpfung aus dem Nichts heißt Zins und Zinseszins.
Neues Geld entsteht vor allem aus Krediten, aus „Schuld“, hat ein Erpressungs- und Unterwerfungspotenzial schon eingebaut.

Geld wurde vor langer Zeit in dieser Art und Weise und Funktion von den Fuggern erfunden. Die Fugger waren hochgradig psycho­pathische Profitreptilien (vom Reptilienhirn und seiner Endokrinologie dominiert) mit allem, was dazugehört, wie z.B. Bilanzen. Das war der Beginn der geldkapitalistischen Ausbeutung der eigenen Art [zusätzlich zu der durch die Adligen – die später wegfielen, weil sie zu offensichtlich-direkt abschöpften (Steuern) und dann auch direkt belangbar waren].

Klar ist: Eine Revolution WIRD kommen, Naturgesetz der Evolution – der Ausbruch steht eh kurz bevor. Es liegt bei uns, sie selbst als Transformation zu gestalten, rechtzeitig und friedlich.

Leidausgleichsgeld = Potentialgeld

  • basiert auf (energetischem) Leistungs-, Spannungs- und Leid-Ausgleich
  • speichert abstrahierend Leistung/Leid/Mühe → Ausgleichspotenzial
  • bildet physikalisch Energie/Leistung/Spannung ab
  • ist unabhängig von materiellen “Werten”
  • bepreist nur Produkte (nach Leistungsgehalt) und Leistungen wissenschaftsbasiert, Rohstoffe haben keinen Preis, sozial-relative Leistungen werden demokratisch “sortiert” (Stichwort Berufsbilder)

Geld spielt in der Ethikratie keine Rolle mehr als Kapital. Es ist auch selbst keine Ware mehr mit wechselndem Wert. Es wird ausschließlich als „Leistungsausgleichs-Medium in der arbeitsteiligen Massengesellschaft“ genutzt. Dabei ist „Leistung“ synonym zum buddhistischen „Leid“ und zur “Arbeit”.  Alles Geschehende lässt sich in „Leid“ und dessen Ausgleich bemessen. Im Buddhismus (und in der Physik) geht es darum, dass Glück (Stabilität/Neutralität) definiert ist als Abwesenheit von Leid (Leistung, Spannung), und wo Leid auftritt, wird nach Ausgleich gestrebt.

Die Wohlversorgungs-Ökonomie

 
Die Ökonomie der Ethikratie ist die „Wohlversorgungs-Ökonomie“. Sie ist der primäre soziologische Schlüssel, auch und vor allem für die soziopsychologische Dimension der Akzeptanz.

Sie ist das, wovon das “gemeine Volk”, die Nicht-Saturierten/Nicht-Gesicherten aller Völker schon immer geträumt, aber nie zu denken gewagt haben. Sogar die AfD & Co-ler werden viel friedlicher werden. Sie werden keine Angst mehr haben müssen davor, abgehängt zu werden oder ihr Überleben, ihre Existenz bedroht zu sehen.

Wir müssen uns davon befreien, ständig unsere Existenz und unsere menschenwürdige Grundlebensqualität bedroht zu sehen, um auch den langfristigen Schutz­be­darf unserer Nachkommenschaft wieder wahrnehmen und die Kraft zu seiner Erfüllung finden zu können. Transzendentes (hier Fortpflanzung) ist im Materiellen immer schwächer als unmittelbare Überlebensängste bzw. Sor­gen, bei deren Auftreten sich sofort das Reptil aktiviert und durchsetzt.

Jeder Bürger erhält folgendes „Geld“:

obligatorisch:

  • Wahlfreiheitsgeld fix: dient zur freien Wahl von Nahrung
  • Wahlfreiheitsgeld variabel: dient zur freien Wahl von Kleidung, Wohn-Einrichtung und Ausrüstung. Kleidung und Wohn-Einrichtung (ist inkl. z.B. Geschirr, Küchengeräte) sind primär rationiert, Geld auf Kurzantrag, Nachschub (wg. Defekten oder Über­alterung) ist frei.
  • Teilhabegeld (fix): für soziale Komfortleistungen, gemeinsamen Konsum etc.

Optional bzw. monatlich angepasst:

  • Leidausgleichsgeld: entspricht der eigenen Arbeitsleistung.
  • Leidminderungsgeld: entspricht der eigenen Leistung für die Gemeinschaft u/o ihre Mitglieder
  • [ Komfortgeld = Leidausgleichsgeld + Leidminderungsgeld ]

Folgende Wohlversorgungs-Leistungen der Gemeinschaft sind per se frei und werden von der Wohlversorgungs-Verwaltung (= Copiative) organisiert:

  • Lebensmittel +
    Regionale hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel sind frei [inkl. regionsexterne Nahrungs­mittel, deren notwendige Nährstoffgehalte in den Nahrungsmitteln der Region nicht enthalten sind sowie andere Mangelausgleichsware]. Für alle anderen Lebensmittel wird das darin enthaltene Leid (Tierleid, Klimaleid, Menschenarbeitsleid, Gemeinschaftsleid [z.B. die freien copiativen Nah­rungs­lei­stungen selbst])  bemaßt (laufend weiter optimiert und an-/abreizgesteuert) und der Überhang zur Standard-Nahrung zum Ausgleich formal dem Komfortgeld zugordnet.
  • Gesundheit
    frei
  • Kleidung +
    wird rationiert, von allen Bekleidungsstücken gibt es Grundversionen, die frei sind.
    Nachschub wg. Überalterung u/o Defekten auf Kurzantrag. „Mode“ fällt unter „Komfort“(-Geld).
  • Wohnraum
    • Wohnung/Haus
      primär frei bis zur durchschnittsrelativen Komfortgrenze. Bewohner für komfortgrenzen­überschreitenden Wohnraum (Betrag schätzen, langfristig optimieren) werden optimiert auf ihre Komfortgeldpotenz hin ausgewählt/vorgeschlagen. Die finalen Komfortzuschläge werden menschenfreundlich vereinbart. Die Wartung von Wohnraum obliegt der Gemeinschaft.
    • Wohnungseinrichtung/Haushalt/Grundlebensführung +
      Sitz- und Schlafmöbel, Tische, Schränke, Basis-Haushaltsgeräte, Basis-Geschirr/-Besteck,
      Sanitäres inkl. Toilettenpapier und Wasch-/Reinigungsmittel, Basis-Leuchtkörper
      Kommunikations- und Bildungsmittel: Mittel: Computer, Telefon, Schreibzeug inkl. Papier, Bücher auf Kurzantrag/Einreichung/Erstattung (evtl. geschätzt bewertet nach Bildungsinhalt)
      Zusätzliche Aufwendungen in diesem Bereich können auf Antrag ggf. erstattet werden, wie im Beispiel „Bücher“.
  • Infrastruktur
    • Wasser
    • Energie +
      Budgetiert, der Wohn-, Arbeits-, Teilhabe- und ggf. Leidminderungspotenz-Situation angepasst und laufend weiter anpassbar. Energieverbrauch darüber hinaus geht empfindlich auf Komfortgeld (←Minimierungs-Anreiz).
    • Abfallentsorgung
    • Kommunikation
      Geräte budgetiert, Live-Video-Übertragung frei, große Down-/Uploads (z.B. >1 GB/Wo., Streaming) budgetiert,
      alles darüber „sehr teuer“ (Komfortgeld)[1].
    • Personen- und Güter-Transport +
      Gemeinschafts-Verkehrsmittel frei, persönlich notwendige (Arbeit, Krankheit) frei.
      Basis-Fahrräder frei/budgetiert-erstattet.

(„+“ bedeutet ggf. Komfortgeldabzug/Leidausgleichszahlung – Grundversorgung bleibt frei)

Auch „Inflation“ jeglicher Art kann durch Skalierung aller Leidschaffungs- und -minderungs-Werte in ein fixes Intervall verhindert werden. Dass mit jeder (laufend erfolgenden) Angleichung die qualitären Zuwendungen an die Bürger sich um Millicents verschieben werden ist logisch, zum Ausgleich gewünscht und für das Gefühl der Bürger irrelevant. Sogar das Intervall kann noch ethisch optimiert werden.

Generell basiert das ganze System nicht mehr auf (schein-)absoluten Werten, sondern immer und überall auf Relationen.

Und Antikapitalismus muss eben kein „links“/“sozialistisch“/“kommunistisch“ sein, wie Wirtschaft, Politik und die profitierende Establishment-Gesellschaft uns suggerieren wollen, sondern kann auch viel eher schlicht humani­stisch basiert sein.  Unpersönliches Privateigentum ist nun mal unethisch, besonders, wenn damit unerwünschte Macht über andere ausgeübt werden kann. Die angebliche „Demokratie“ darf auch gerne endlich eine echte (u.a. „direkte“) werden.

Bereits durchdacht sind weiterhin:

  • Anreiz-/Abreiz-Steuerung
  • Freier Waren-Handel auf Basis des Ausgleichs-Gelds
  • Freie Leistungs-Erbringung auf Basis des Ausgleichs-Gelds
  • Sparen, Erhaltung des Lebensleistungskomforts im Alter
  • Logische und angemessene Regelungen für z.B. Künstler
  • Einschleichendes Teilhabe-Geld für Kinder
  • Spez. Anreiz-Steuerung für Kreativität (analog „StartUps“)
  • Spez. Anreiz-Steuerung für die Geburtenreduzierung
  • Stabilität der Gesamt-Geldmenge
  • Arbeits-Gemeinschafts-Strukturen
  • Übergangsregelungen

Details zu diesen Themen sind entweder schon verlinkt oder können im Einzelnen erklärt/besprochen werden.

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