Psycholinguistische Meditation zur Wurzel “fasc…”

Die “fasces” waren das Rutenbündel der Ordnungspolizei im alten Rom, mit dem die Schwachen, Kranken, Bettelnden, Schmutzigen, Einfachen, Fremden, alle, die gegen “die Ordnung” verstießen … mit oft tödlicher Gewalt von den Straßen geprügelt wurden, um dem Adel und Geldadel nicht zuzumuten, ihre Augen zu beschmutzen und/oder ihre Sänften blockiert zu sehen – es wurde auch gerne zum Steuereintreiben verwendet und zur zwangsweisen Anpassung an andere herrschende Normierungen, Verbote, Maßregelungen.

Ich verwende die Worte “Faschismus” (alleinstehend) und “Faschist” ausschließlich im von den Nazis und anderen Faschisten (Franco, Mussolini …) requirierten Sinn – spezifiziere dies aber auch oft mit “Rassen-Faschismus” (“Rassen-Faschist”, mithin klarer/eindeutiger als “Rassist”).

Das Wort “faschistoid” verwende ich gerne, das bezeichnet die
Struktur von Ausbeutung, Disziplinierung, Gewalt gegen Schwächere, Ausbeutung, Ausgrenzung, Diskriminierung. generell mitleidlosem, mitleidverachtendem, mitleidfeindlichem Verhalten, ungewünschte Machtausübung über andere …”.

Die griechische Nachsilbe “…[o]id” bezeichnet immer die “Struktur”, die innere Identität.

Geht es um’s Handeln, sage/schreibe ich z.B. “wirtschaftsfaschistisch”, das ist simpel abgrenzbar gegen “politfaschistisch”.

Das Substantiv “Wirtschafts-Faschismus” entspricht dem (heute gemeinhin sprachverbrecherisch, manipulativ fälschend, wortmissbrauchend und verharmlosend “Neoliberalismus” genannt).

“Wirtschafts-Faschismus” umfasst den ‘privat’wirtschaftlichen “Profit-Faschismus”, “Konsum-Faschismus” und den staatlichen “Austeritäts- und Arbeits(platz)-Faschismus” als Spiegel.

Generell bezeichnet die vorangestellte Attributierung die ” faschistische ‘Knute’ “, den Gegenstand, mit dem “geprügelt” wird.

Der Geist der Struktur als Ganzes, als Ideengebäude heißt “Faschistoidie”.

Wenn ich ausdrücken will, wie Menschen denken oder “generell” handeln, bezeichne ich wieder die “Struktur” und sage/schreibe z.B. “die FDP [als Menschengruppe] ist “profitfaschistoid” und “AfD und CSU sind identitärfaschistoid”, AfD eher “ausgrenzungsfaschistoid”/ “rassenfaschistoid”/”kulturfaschistoid”, CSU eher “anpassungsfaschistoid”/”kulturfaschistoid” – die SPD “austeritäts- und arbeits(platz)faschistoid” und die CDU generell “wirtschaftsfaschistoid”.

Auch in der einfachen Attributierung des Substantivs “Wirtschaft” verwende ich ganz korrekt (strukturell) “faschistoide Wirtschaft” oder (handelnd) “faschistische Wirtschaft”.

Islamismus und manche sektiererische Formen des Christentums z.B. bezeichne ich entsprechend passend als religionsfaschistisch.

Auch Links-Faschismen sind nicht ungewöhnlich (Stalin, Mao, Ceausescu).

Jede Art Faschismus ist [determiniert] faschistoid [strukturiert].

Faschistoidie ist die kognitive Manifestation der Psychopathie, des Mangels an affektiver Empathie, an Mitgefühl und Fürsorglichkeit.

Der springende Punkt ist nämlich das mangelnde Mitgefühl, oft sogar Lust und Befriedigung am Leid anderer oder ihrer Unterwerfung, an Missbrauch und Ausbeutung, am Fressen des anderen zum eigenen Wachsen und Machtgewinn, unmittelbarer Ausfluss unseres alten Reptilienhirns und seiner Endokrinologie.

Faschistoide Anteile enthält die Psyche jedes Menschen – auch meine. Entscheidend ist, sie nicht – verdrängt – ihr unheilvolles Werk aus dem Hinterhalt tun zu lassen – “In den Griff” bekommt man sie nur, wenn man sie sich bewusst macht, sich ihnen stellt – man lernt auch erst dadurch wirklich gut, Faschistoides zu erkennen.


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